2.6 Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist als zentrale Forderung insbesondere im Arbeitsschutzgesetz (§ 5 und 6 ArbSchG), aber auch in sämtlichen Arbeitsschutzvorschriften verankert (Betriebssicherheitsverordnung (§ 3 BetrSichV), Arbeitsstättenverordnung (§ 3 ArbStättV), Gefahrstoffverordnung (§ 6 GefStoffV) und DGUV Vorschrift 1 (§ 3).

Der Unternehmer muss die Arbeitsbedingungen wie z. B. mögliche am Arbeitsplatz bestehende Gefährdungen ermitteln und beurteilen. Mit dieser Gefährdungsbeurteilung stellt der Unternehmer sicher, dass er Gefährdungen, Risiken und unnötige Belastungen in seinem Betrieb frühzeitig erkennt und Maßnahmen einleitet. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung sind somit die Grundlage für zielgerichtete und wirksame Arbeitsschutz- und Verbesserungsmaßnahmen. Die Gefährdungsbeurteilung ist kein einmaliger Vorgang.

Die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen müssen wiederkehrend auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

Bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sollte der Unternehmer Experten (Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit) mit einbeziehen. Zu empfehlen ist auch, die Mitarbeiter aktiv in die Beurteilung ihres Arbeitsplatzes einzubeziehen. Sie werden sensibilisiert, Schwachstellen aufzuspüren und auch zu melden und werden Verbesserungsmaßnahmen eher akzeptieren.

Die Gefährdungsbeurteilung

Gesundheit umfasst sowohl das körperliche als auch das psychische und soziale Wohlergehen. Daher müssen Sie als Arbeitgeber auch eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchführen. Entweder integriert in die Gesamt-Gefährdungsbeurteilung, oder mit Hilfe spezifischer Instrumente. Unterstützung zum Vorgehen erhalten Sie von Ihrem Betriebsarzt oder Ihrer Sicherheitsfachkraft. Weiterführende Informationen finden Sie hier:
http://gastronomie-stress.de

 

Weitere Informationen zum Thema Gefährdungsbeurteilung finden Sie auf https://www.bgn-branchenwissen.de/daten/bgn_gesamt/struktur/gesamt_3_9a_urteil.htm


GDA-ORGAcheck

Beurteilungshilfen

Qualifizierung


 

GDA-ORGAcheck

GDA-ORGAcheck: Arbeitsschutz mit Methode – zahlt sich aus

Der GDA–ORGAcheck ermöglicht es kleinen und mittelständischen Unternehmen, ihre Arbeitsschutzorganisation zu überprüfen und zu verbessern. Damit trägt der GDA-ORGAcheck sowohl dazu bei, die Potenziale eines gut organisierten Arbeitsschutzes für die störungsfreie Arbeitsorganisation zu nutzen als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu unterstützen.

www.gda-orgacheck.de

 

Beurteilungshilfen

• Beurteilungshilfe "Psychische Gefährdungen im Betrieb Gastgewerbe"
• Beurteilungshilfe "Psychische Gefährdungen im Betrieb Backgewerbe"
• Beurteilungshilfe "Psychische Gefährdungen im Betrieb Fleischwirtschaft"
• Beurteilungshilfe "Psychische Gefährdungen im Betrieb Nahrungsmittelherstellung und Getränkeindustrie"
• Beurteilungshilfe Körperliche Belastung im Betrieb Gastgewerbe
• Beurteilungshilfe Körperliche Belastung im Betrieb Backgewerbe
• Beurteilungshilfe Körperliche Belastung im Betrieb Fleischwirtschaft
• Beurteilungshilfe Körperliche Belastung im Betrieb Nahrungsmittelindustrie
• Beurteilungshilfe Verkehrssicherheit

 

Handlungsanleitungen, Mustergefährdungsbeurteilungen und vieles mehr finden Sie auf bgn-branchenwissen.de.

 

Qualifizierung

http://qualifizierung.portal.bgn.de
• Betriebliche Gefährdungsermittlung und Risikobeurteilung
• Methoden der psychischen Gefährdungsbeurteilung